Werke

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UGO RICCIARDINIGHTSCAPES

Der Turi­ner Foto­graf Ugo Ric­ci­ardi (* 1975) ver­wan­delt ihm ver­traute Orte in magi­sche Visio­nen, in denen die Dun­kel­heit und das Mond­licht den Hin­ter­grund für geheim­nis­volle Licht­bil­der abge­ben. Das Ergeb­nis ist “Nightscapes”, eine Welt, die zwi­schen Rea­li­tät und Traum oszil­liert und die sich durch Schat­ten und indif­fe­ren­tes Licht aus­zeich­net, in der die Insze­nie­rung domi­niert. Freuen Sie sich auf 21 Foto­ar­bei­ten aus die­ser Serie, die erst­mals in Deutsch­land zu sehen ist.

22.03.2018 – 19.05.2018

Am 22.03. fin­det ab 19 Uhr in den Räu­men der Gale­rie die Aus­stel­lungs­er­öff­nung statt, zu der alle Inter­es­sier­ten herz­lich ein­ge­la­den sind. Der Künst­ler ist anwesend.

Fol­gende Werke sind in der Aus­stel­lung zu sehen: 

UGO RICCIARDINIGHTSCAPES

Ver­zau­bert, leise, sub­til. So sind die Land­schafts­sze­ne­rien, in denen der Turi­ner Foto­graf Ugo Ric­ci­ardi (* 1975) ein ima­gi­nä­res Licht und Dun­kel in per­fek­ter Balance frei­setzt. Eine Idee, die zufäl­lig ent­stand, als er mit den Weih­nachts­lich­tern sei­nes Soh­nes spielte, getra­gen von der Sehn­sucht nach Ein­sam­keit, Stille und Natur. Das Grund­prin­zip besteht darin, diese Idee auf die Land­schaft zu über­tra­gen und die Inter­ven­tion des Foto­gra­fen sicht­bar zu machen, dies auf der Basis einer ein­zig­ar­ti­gen Inspi­ra­ti­ons­quelle: dem Unter­be­wusst­sein. So ver­wan­delt der Künst­ler ihm ver­traute Orte in magi­sche Visio­nen, in denen die Dun­kel­heit und das Mond­licht den Hin­ter­grund für geheim­nis­volle Licht­bil­der abge­ben. Hier­für ist die Ver­wen­dung von Schwarz und Weiß essen­ti­ell, was ermög­licht, dem Rea­lis­mus der Far­big­keit zu ent­kom­men und den Blick über die reine Dar­stel­lung hin­aus in eine Ebene zu len­ken, wo Raum und Moment abso­lut sind.
Der Arbeits­pro­zess ist auf­wen­dig. Bei Tag erfolgt die Aus­wahl des Bild­aus­schnitts, der Bäume, der Wur­zeln und der Steine, immer mit dem Hin­ter­ge­dan­ken, was wäh­rend des Voll­mon­des gesche­hen könnte, wenn das Mond­licht lange und stille Schat­ten wirft. In der Nacht wird dann mit künst­li­chen Licht­krei­sen expe­ri­men­tiert, die mit­hilfe rasch abwech­seln­der For­ma­tio­nen neues Leben zwi­schen den Schat­ten ent­ste­hen las­sen, wäh­rend alles andere in der Dun­kel­heit ver­schwin­det.
Das Ergeb­nis ist “Nightscapes”, eine Welt, die zwi­schen Rea­li­tät und Traum schwebt und die sich durch Schat­ten und indif­fe­ren­tes Licht aus­zeich­net, in der die Insze­nie­rung domi­niert, wäh­rend die Sym­me­trie und die Geo­me­trie der Räume das Kon­zept ver­fes­ti­gen: Eine spi­ri­tu­elle und künst­le­ri­sche Reise, um sei­nen eige­nen Weg zu fin­den, anfäng­lich ver­kün­det durch die Licht­spu­ren, die den Betrach­ter auf sei­nem Weg ins Unter­be­wusst­sein beglei­ten, aber letz­te­nen­des noch ohne Suche nach einem tie­fe­ren Sinn.
Dies also ist der erste Schritt, und dann ste­hen wir einer sym­bo­li­schen Tür gegen­über, um dahin­ter die ein­zige Muse von Ugo Ric­ci­ardi zu ent­de­cken: Licht – unser Weg­wei­ser in eine unwirk­li­che Atmo­sphäre, in der Momente von Ver­wand­lung und Wahr­neh­mung in einem fast über­ir­di­schen Frie­den koexis­tie­ren. Ein Ort des Über­gangs, bewohnt von leuch­ten­den See­len in per­fek­ter Sym­biose mit der Natur, die den Betrach­ter ein­hül­len und ihn zu einem Teil jener Welt machen. Eine Rea­li­tät, die sich uns ent­hüllt und Raum für Vor­stel­lungs­kraft und per­sön­li­che Bedeu­tung lässt.

(Vanessa Fer­r­auto)